I. Die Jubiläen im Überblick

150

SG Anspach

 

125

TSG Pfaffenwiesbach

TSG Wörsdorf

 

100

SG Ahl

SV Altenmittlau

SV Germania Babenhausen

TSV Bachrain

TSV Battenberg

TSV Birkenbringhausen ( keine Festschrift erschienen )

SV Bommersheim

TSV Bromskirchen

SpVgg Dautphe ( keine Festschrift erschienen )

SV Buchonia Flieden

SV Gammelsbach

TSV Hatzfeld

TV Kesselbach

SV Klein-Gerau

SV Kostheim

FSV Viktoria Lieblos

TSV Lütersheim

SG Mornshausen

SV Neuses

TSV Obermelsungen

TSV 1912/1929 Pilgerzell

TuSpo Rengershausen

TuS Rockenberg

TSV Roda

TSSV Blau-Weiß Schönbach 

TSV Seckmauern

SptVgg Seligenstadt

TSV Steindorf 

TSV Treisbach

VfB Unterliederbach

TSV Eintracht Waldeck

TSV Wittelsberg

 

50

SG Dittlofrod/Körnbach

FC Friesenhausen

SG Frischauf Fulda

FSV Schneppenhausen

FC Wiesbaden 62

 

II. Einzelkritik ausgewählter Festschriften

100 Jahre SV Altenmittlau

Format: DIN A 5

Seiten: 106

Bewertung: Kat. 6

 

Viel Positives können wir der Festschrift des SV Altenmittlau nicht abgewinnen. Das fängt schon an mit dem Satz: "Der Verein wurde im Jahre 1912 von tatkräftigen und sportlich interessierten jungen Männern unter dem Namen FC Preußen Altenmittlau gegründet." Wann genau erfährt man leider nicht. Die Zugehörigkeit zur Kreisliga Mittelmain Ende der 20-er/Anfang der 30-er Jahre ist schon alles, was man über den sportlichen Werdegang des Vereins bis 1945 erfährt. Wann der Beitritt zum Süddeutschen Fußball-Verband erfolgte, was zwischen 1933 und 1945 passierte - das alles bleibt im Dunkeln. Und die Zeit danach - genauso schlimm ! Eine Kostprobe: "In den Jahren von 1970 bis Mitte der 80-er Jahre lief es beim SV Altenmittlau meist in ruhigen Bahnen. Einmal im oberen Tabellenbereich und dann auch wieder im harten Kampf um den Klassenerhalt. In der Saison 1985/86 wurde die Meisterschaft der A-Liga errungen. Der Verein stieg in die damalige Bezirksliga auf, in der er sich zwei Jahre halten konnte. Beim Entscheidungsspiel in Heussenstamm gegen Griesheim 02 schoss Peter Keleschovsky fünf Tore. Der Erhalt in der Bezirksliga war sicher. Ein Jahr danach ist der Verein wieder in die A-Liga abgestiegen. Auf Dauer war die Klasse doch zu hoch für den SV Altenmittlau. Zwischenzeitlich wurde die A-Klasse in Bezirksliga umbenannt. Von 1988 bis 2002 spielte der SV Altenmittlau mit mal mehr und auch mal weniger Erfolg in dieser Liga. Im 90. Jubiläumsjahr 2002 musste der SV Altenmittlau aus der Bezirksliga in die A-Klasse absteigen. Dort blieb der Verein bis 2004. In der Saison 2003-04 gelang unter Trainer Achim Hahn wieder der Aufstieg in die Bezirksliga. Seit 2004 spielt der SV Altenmittlau in der Bezirksliga. Diese Liga wurde 2009 in Kreisoberliga umbenannt. Somit ergibt sich, daß der SV Altenmittlau seit 1970 bis heute insgesamt 38 Jahre in der sogenannten heutigen Kreisoberliga spielte; mit je zwei Jahren Unterbrechung in der A-Liga ( 2002-2003 ) und in der Bezirksliga ( 1986-1988 ). "

Das sind ganze 15 Sätze über den sportlichen Werdegang von über vier Jahrzehnten ! Daß die Bilder der Juniorenmannschaften nicht mit Namen untertitelt sind ( Seiten 63 ff. ) fügt sich harmonisch in die Oberflächlichkeit des Ganzen ein. Das wirklich einzig Positive ist, daß man Einzelporträts wichtiger Vereinsmitglieder geschaffen hat ( Seiten 78 ff. ) - das Highlight der Festschrift (!), die wir noch gerade so in die Bewertungskategorie 6 einstufen.

 

100 Jahre SV Babenhausen

Format: DIN A 4

Seiten: 114

Bewertung: Kat. 8

 

Zunächst haben wir geglaubt, die Qualität des Inhalts der Festschrift halte mit den Gewichts-Proportionen derselbigen Stand. Doch die 433 Gramm Lebendgewicht halten dann doch nicht, was man sich davon versprechen könnte. Auf einen Nenner gebracht: Viel Werbung garniert mit zum Teil schlecht gescannten Bildern und etwas Text, der derart lückenhaft ist, daß man am besten gar keine großen Ausführungen hierzu macht.

Über die Zeit vor 1945 erfährt man so gut wie nichts. Wann der Beitritt zum Süddeutschen Fußball-Verband erfolgte, von wann bis wann man in welchem Kreis bzw. Gau spielte und mit welchem Erfolg - Fehlanzeige ! Wäre nicht so schlimm, wenn man diese "Lücken" noch halbwegs durch die Schilderung des sportlichen Geschehens aus der Zeit nach 1945 kompensiert hätte - was nicht der Fall war. Wenn ein Verein 100 Jahre auf dem Buckel hat und dann nur so ein "Nasenwasser" an Vereinsgeschichte präsentiert, dann ist das nicht nur ärgerlich sondern unbrauchbar zugleich.

 

100 Jahre TSV Battenberg

Format: ( ohne )

Seiten: ( ohne )

Bewertung: Kat. 8

 

Nicht an der herkömmlichen Machart einer Festschrift hat man sich in Battenberg orientiert, vielmehr präsentiert man die Historie des Vereins in Form einer DVD, bestehend aus zwei Videoclips mit einer Gesamtlänge von knapp 2,5 Stunden. Hört sich jetzt ganz interessant an, ist es aber keinesfalls. Das Ganze besteht aus einer Aneinanderreihung von Filmsequenzen der einzelnen Abteilungen, ohne daß ein zeitlicher Bezug erkennbar ist. Der Informations- und Erkenntnisgewinn ist gleich Null. Und das ist das Ärgerliche an der ganzen Geschichte. Die "basics" fehlen vollständig, man erfährt überhaupt nichts, das Ganze hängt vollkommen in der Luft.

Der zweite Clip, der die Erfolge der Fußballer in der hessischen Oberliga in Form von Sendungsmitschnitten aus Sportsendungen des hessischen Rundfunks präsentiert, ist zwar ganz nett, doch fehlt auch hier der zeitliche Zusammenhang.

Als Ergänzung zu einer herkömmlich produzierten Festschrift hätte man an die Veröffentlichung einer DVD denken können, nicht aber an Stelle einer solchen. Das Ganze ist u. E. vollkommen mißlungen. Was dahintersteckt ist klar: man muß weder des Schreibens ( betr. die "Macher" der DVD ) noch des Lesens ( betr. die "Konsumenten" der DVD ) mächtig sein, um sich die Geschichte oder das, was man als solches zu präsentieren gedenkt, "reinziehen" zu können. Und das lässt uns nicht gerade hoffnungsfroh in die Zukunft blicken.

 

100 Jahre SV Bommersheim

Format: DIN A 5

Seiten: 76

Bewertung: Kat. 7

 

Die Festschrift des SV Bommersheim ist ein Spiegelbild dessen, wie es zur Zeit mit dem Verein in sportlicher Hinsicht bestellt ist, nämlich nicht gerade berauschend. In der Kreisliga C beheimatet und mit "dünner" Basis - nur zwei Juniorenmannschaften nehmen am Spielbetrieb teil - ist man gerade dabei, sich neu zu positionieren. Ob dies gelingt bleibt abzuwarten. Was die Festschrift betrifft, so löst diese keine Jubelstürme bei uns aus: ein oberflächliches Konstrukt, mehr ist das nicht, was uns da geboten wird. Nur wenige Seiten Ausführungen über die sportliche Entwicklung des Vereins zeugen davon, daß man wenig weiß, sonst würde da mehr stehen. Das fängt schon mit dem Gründungsdatum an ( ein solches wird nicht angebenen ) und hört mit den Bommersheimer Fußballgrössen  ( Seite 49 ) auf: noch nicht mal im Bild werden diese präsentiert. Daß man dem Jahr 1912 ein separates Kapitel gewidmet hat und der Umfang desselben dem Umfang der Ausführungen zur 100-jährigen Vereinsgeschichte entspricht rundet das Ganze mehr schlecht als recht ab. Fazit: durchgefallen !

 

100 Jahre SV Buchonia Flieden

Format: DIN A 4

Seiten: 58

Bewertung: Kat. 7

 

Der zur Zeit mit seiner Fußball-Abteilung in der Oberliga Hessen spielende SV Buchonia Flieden, dem noch eine Tennis- und Tischtennisabteilung angegliedert ist, hat zwar schon 100 Jahre auf dem Buckel, doch wenn man in der Festschrift blättert, findet man erst zu den letzten Jahrzehnten der Vereinsgeschichte halbwegs brauchbare Informationen. Was davor war, das ist lange her wird oft mit einem oder zwei Sätzen abgehandelt. Über die Zeit vor 1945 ist - soweit es das sportliche Geschehen betrifft - praktisch nichts überliefert. Welchem Verband man sich wann anschloß und in  welcher Spielklasse man kickte ... Fehlanzeige ! Auch die Jahre danach .... mager ! Da uns die älteren Festschriften des Vereins nicht vorliegen, können wir nicht abschätzen, was in der aktuellen Festschrift alles "unterschlagen" wurde und was nicht. Sei´s drum. In dem als Anlage zur Festschrift beiliegenden "Buchonen Magazin" werden die aktuellen Mannschaften der Saison 1912/13 inkl. Tennis- und Tischtennis-Abteilung vorgestellt, die in der Festschrift selbst praktisch "untergehen": ganze drei (!) Sätze wurden da auf Seite 58 noch gerade so hingeklatscht. Das Ganze ist u. E. schlecht und unausgewogen und mit vielen Lücken. Deshalb: Bewertungskategorie 7 .

 

100 Jahre SV Gammelsbach

Format: DIN A 5

Seiten: 48 ( selbst durchgezählt, da nicht angegeben )

Bewertung: Kat. 7

 

Vorläufer des heutigen Sportvereins war der 1912 ( wann genau ? ) gegründete Kraft-Sport-Verein, der ausschließlich Schwerathletik - Ringen, Gewichtheben und Tauziehen - betrieb. Erst nach Ende des 2. Weltkriegs wurde der Fußballsport in Gammelsbach - der Ort gehört zu Beerfelden im hessischen Odenwald - heimisch. Viel ist es nicht, was wir da über den sportlichen Werdegang des Vereins, der noch eine Frauenfußballabteilung und eine Gymnastikgruppe besitzt, erfahren. Das Ganze besteht praktisch aus 7 Sätzen:

Bereits im Jahre 1951 konnte man Meister der Oberzent werden. Nach den Entscheidungsspielen verblieb man in der gleichen Klasse und stieg 1952 in die A-Liga auf. Nach dem Abstieg in die B-Liga 1955 spielte die Mannschaft vorwiegend im oberen Tabellendrittel mit, bis man im Jahre 1963 den Weg in die C-Liga antreten musste. In der Folgezeit spielte man mit wechselndem Erfolg bis man 1971 wieder in die B-Liga aufsteigen konnte. Dort spielte man mit wechselndem Erfolg bis 1985 und musste 1986 in die C-Liga absteigen. Nach einer Neugestaltung der Spielklassen auf Kreisebene, wurde man ab 1990 wieder der B-Liga zugeteilt. Nach einem erfolgreichen Jahr konnte man 1991 sogar in die A-Liga als Meister aufsteigen.

Über diese äußerst knappe Schilderung hinaus finden sich im Wesentlichen noch Ausführungen zu den baulichen Aktivitäten des Vereins, zur Jugendabteilung und zur Damen-Fußballmannschaft. Das ist uns jedoch alles viel zu knapp für ein 100-jähriges Vereinsjubiläum. Da hätte man viel, viel mehr draus machen können. Etwa aus dem "Erlebnis der besonderen Art", welches die E- und D-Jugend des Vereins am 27. September 2009 hatte, als man "bei einem Bundesligaspiel mit den Profis der TSG Hoffenheim und Hertha BSC Berlin" in der Rhein-Neckar-Arena einlaufen durfte. Viel Luft nach oben natürlich erst Recht auch bei den Senioren. Von langer Hand geplant sieht anders aus.

 

100 Jahre TSV Lütersheim

Format: DIN A 5

Seiten: 52

Bewertung: Kat. 7

 

Erst spät, nämlich im Jahr 1980, kam das Fußballspiel in Lütersheim in die Gänge. Das ist jetzt gerade einmal 32 Jahre her. Dominierend bis zu diesem Zeitpunkt war der Handballsport, der jedoch in der Folgezeit immer mehr zurückging bis zur Auflösung der Handball-Abteilung im Jahre 1991. Heute besitzt der Verein, neben der Fußball-Abteilung, eine Damengymnastik-Abteilung, eine Aerobic-Gruppe, eine Tanzsportgruppe und eine Kinder-Turngruppe.

Was nun die Schilderung des Vereinsgeschehens der letzten 100 Jahre betrifft, so ist das Ganze ohne jeden Tiefgang und äußerst oberflächlich formuliert . Wenn man sich wenigstens bemüht hätte, die letzten Jahre bzw. Jahrzehnte etwas ausführlicher zu beschreiben oder das Ganze mit Zeitungsausschnitten, Tabellen usw. zu "unterfüttern". Diesbezüglich ist aber überhaupt nichts geschehen. Wenn man solche Festschriften in Händen hält, fängt man irgendwann an, sich darüber zu ärgern, weil das Denken über den Tellerrand hinaus vielerorts - so auch in Lütersheim - überhaupt nicht mehr vorhanden ist. Jedes weitere Wort wäre pure Zeitverschwendung.

 

100 Jahre SV Neuses

Format: 25 x 35 cm

Seiten: 20

Bewertung: Kat. 8

 

Wenn wir eine Jubiläumsschrift in Form einer Zeitungsbeilage in die Hände bekommen, dann fällt uns das Urteil nicht schwer. Das lautet nämlich durchgefallen. Und zwar mit Pauken und Trompeten. Nur gut, daß die Gründerväter und all jene, die nicht mehr unter uns weilen, nicht aus ihren Gräbern emporsteigen können ...

 

100 Jahre TSV Roda

Format:DIN A 5

Seiten: 88

Bewertung: Kat. 7

 

Man muß sich mit der Festschrift schon sehr akribisch auseinandersetzen, um sich über den sportlichen Werdegang der Fußballabteilung des TSV Roda ein Bild machen zu können. Wir mußten mehrmals lesen und übrigens auch (nach-)rechnen ! 1920 gegründet ( Seite 16 ), 1979 das 50-jährige Jubiläum gefeiert ( Seite 45 ) - wie das zusammenpasst erfährt man, wenn man die Erläuterungen auf Seite 34 miteinbezieht, wonach der Verein - wohl 1957 - die Fußball-Abteilung aufgelöst und im Jahre 1966 eine Neugründung vorgenommen hat. 1981 kam es zur Gründung einer Jugend-Spielgemeinschaft mit dem TSV Rosenthal ( Seiten 46 und 61 ), und seit 1999 existiert eine solche auch im Seniorenbereich ( Seite 64 ). Nicht unterschlagen möchten wir in diesem Zusammenhang die einjährige Spielgemeinschaft mit dem TSV Ernsthausen im Jahre 1948 ( Seite 24 ).

Nachdem wir uns diesen "roten Faden" gebastelt hatten, machten wir uns daran, die Zugehörigkeiten des Vereins zu den Verbänden bzw. den jeweiligen Spielklassen aus dem Text herauszufiltern. Wir mussten feststellen, dass es da nicht viel zu filtern gibt. Man liest etwas von einer Meisterschaft in der Gauklasse Marburg 1932/33 ( Seite 21 ) und dem Aufstieg in die A-Klasse Frankenberg/Biedenkopf im Jahre 1969 ( Seite 37 ). Daß man irgendwann dem  Westdeutschen Spiel-Verband bzw. dem Hessischen Fußball-Verband beigetreten ist - Schweigen im Walde !  Insgesamt erscheint Vieles lückenhaft und ohne "Tiefgang". Mit der Machart und der (Unter-)Gliederung der Festschrift können wir uns nicht anfreunden. Dass man die Jugend-Spielgemeinschaften nicht im Bild präsentiert, darüber kann man geteilter Meinung sein, die betreffenden Jugendspieler hätte man u. E. aber im (Einzel-)Bild festhalten können. Über die Schiedsrichter, die für den Verein - damals wie heute - gepfiffen haben, erfährt man auch nichts. Ob man jemals welche hatte ? Was die Ausführungen der anderen Abteilungen betrifft, so hat man den Eindruck, dass es sich um mehrere 5. Räder am Wagen handelt. Wenige Sätze nur, und die Tischtennis-Abteilung schreibt: "Die vollständige Würdigung aller Mannschaftserfolge ... seit der Gründung der Spielgemeinschaft mit den Münchhäuser Tischtennisspielern würde den Rahmen dieser Chronik sprengen." Wo bitte - wenn nicht im Rahmen einer Festschrift - sollte man  Erfolge gebührend würdigen ?

 

100 Jahre TSV Seckmauern

Format: DIN A 5

Seiten: 112 ( selbst durchgezählt da nicht angegeben )

Bewertung: Kat. 7

 

Erst 1949 erblickte der Fußballsport in Seckmauern - einem "kleinen hessischen Ort direkt an der bayerischen Grenze" - das Licht der Welt, wie wir aus der Festschrift des TSV zum 100-jährigen Vereinsjubiläum erfahren. Man schloß sich zunächst dem bayerischen Fußball-Verband an, und trat dann Mitte der 50-er Jahre dem hessischen Fußball-Verband bei. Der grundlegende Mangel der vorliegenden Festschrift besteht darin, daß diese um die vorhandenen Bilder herum aufgebaut ist, will heißen: Nur von jenen Jahren, von denen Bilder existieren ( z.B. 1953, 1958, 1962, 1966 usw. ), wurden diese - natürlich in chronologischer Reihenfolge - abgebildet und nahezu durchgehend mit den Namen der darauf abgebildeten Personen untertitelt. Eine zusammenhängende Schilderung des sportlichen Werdegangs sucht man vergebens. Selbst das sportliche Geschehen der letzten Jahre unterliegt diesen Zeitsprüngen: 1988, 1995, 2000, 2002, 2007, 2011, 2012. Was war dazwischen ??? Da hätte man u. E. doch wesentlich mehr an Informationen bringen können, ja müssen. Gefallen hat uns, daß die Bilder der aktuellen (Junioren-)Mannschaften mit Namen untertitelt sind, wobei wir das gleich wieder einschränken möchten, weil man die Vornamen alle abgekürzt hat.

 

100 Jahre Sportvereinigung Seligenstadt

Format: DIN A 5

Seiten: 98

Bewertung: Kat. 7

 

Viel Positives können wir der Festschrift nicht abgewinnen. Die Mannschaftsbilder sind alle mit Vor- und Zunamen untertitelt, auch die älteren, wobei uns eine genaue zeitliche Zuordnung der letzteren nicht möglich ist. Ferner wurde das Gründungsdatum angegeben, der Beitritt zum Süddeutschen Fußball-Verband erwähnt und eine A-Meisterschaft "verbunden mit dem Aufstieg in die Kreisliga des Spessartkreises" ( Seite 28 ). In welcher Saison das genau war und man von wann bis wann in der Kreisliga vertreten war, läßt sich den Ausführungen nicht entnehmen. Überhaupt: zur sportlichen Entwicklung findet man nur sehr wenig, und die großen Zeitsprünge lassen keinen roten Faden erkennen. Die übrigen Abteilungen des Vereins werden mit wenigen Sätzen vorgestellt. Das Ganze ist vollkommen ohne Tiefgang und taugt absolut nicht als Chronik. Einen Gefallen hat man sich damit jedenfalls nicht getan.

 

100 Jahre VfB Unterliederbach

Format: quadratisch

Seiten: 54

Bewertung: Kat. 8

 

Was uns da der VfB Unterliederbach zum 100-jährigen Vereinsjubiläum vorsetzt ist schlecht - einfach nur schlecht. Auf 5 Doppelseiten verteilt werden 100 Jahre runtergeschmiert mit allen Mängeln, insbesondere Zeitsprüngen, die man sich bei einem solchen Umfang denken kann. So wollten wir beispielsweise etwas über die Meisterschaft des Vereins in der Saison 1919/20 erfahren - schlauer sind wir nach der Lektüre nicht, denn die Meisterschaft ist mit keinem Wort erwähnt. Das Ding ist zum Wegschmeissen, ohne Tiefgang und als Nachschlagewerk absolut  untauglich.

 

125 Jahre TSG Wörsdorf

Format: DIN A 5

Seiten: 120

Bewertung: Kat. 6

 

Wir möchten die Bewertung einmal vorwegnehmen. Das Ganze ist mässig, und zwar aus drei Gründen:

1. Weil uns die Berichterstattung über einzelne Abteilungen ( Volleyball, Wandern, Tischtennis ) zu knapp geraten ist

2. Weil man über die Historie der Fußball-Abteilung viel zu wenig erfährt

3. Weil viele Bilder nicht mit Namen untertitelt sind

Zur Historie der Fußball-Abteilung ist zu sagen, daß man auf die Ausführungen in der Festschrift zum 75-jährigen Jubiläum der Fußball-Abteilung verweist. Das ist zwar schön und recht, aber sollte kein Grund sein, diese dann ganz so stiefmütterlich zu behandeln. Wie es scheint, liegt die Geschichte der 1922 gegründeten Fußball-Abteilung - der damals selbständige Verein nannte sich  "Sportverein 1922 Wörsdorf" - ohnehin erst ab dem Jahr 1947, dem Jahr des Zusammenschlusses mit dem TV 1887 Wörsdorf, vor. Was davor war, wird geflissentlich unterschlagen, und zwar deshalb, weil man nichts darüber weiß. Und wir reden hier über einen Zeitraum von rund zwei Jahrzehnten. Da hätte sich ein ( rechtzeitiger ) Gang in die Archive fürwahr gelohnt.

 

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