Unter dem Motto "Wir spielen in einer anderen Liga" begrüßt Sie das Team des Süddeutschen Fussballarchivs auf seiner Homepage !

Szene aus einem Gauligaspiel auf dem - mittlerweile nicht mehr existierenden - Platz des Karlsruher FV hinter der Telegraphenkaserne
Szene aus einem Gauligaspiel auf dem - mittlerweile nicht mehr existierenden - Platz des Karlsruher FV hinter der Telegraphenkaserne

Begeben sie sich mit uns auf eine Zeitreise durch verschiedene Jahrzehnte des süddeutschen Fußballsports ! Abseits vom heute üblichen, dem reinen Kommerzdenken unterworfenen Fußballklamauk und der damit verbundenen manipulativen Einflußnahme der Massen präsentieren wir Geschichten und Bilder aus einer Zeit, in der der Fußball und nicht die Geschäftemacherei im Mittelpunkt stand. Wir begegnen Vereinen, die uns zeigen, daß der Begriff "Tradition" nicht nur eine beliebig interpretierbare Worthülse darstellt, und die es verdienen, in die "Hall of fame" des süddeutischen Fußballsports Aufnahme zu finden. Der SV Waldhof zum Beispiel, oder dessen Lokalrivale VfR Mannheim,  der Freiburger FC und der 1. FC Pforzheim, der Karlsruher FV oder auch der FK Pirmasens und der VfB Borussia Neunkirchen. Sie alle stehen nicht mehr im Rampenlicht und sind es gerade deswegen wert, nicht vergessen zu werden. Sie alle haben an der süddeutschen Fußballgeschichte mitgeschrieben zu einer Zeit, in der von Manipulations- und Wettskandalen,  Gewaltexzessen, Dopingverstößen, Suiziden und Suizidversuchen von Spielern und Schiedsrichtern, Vereinsinsolvenzen und anderen üblen Erscheinungen und Auswüchsen, von denen der gegenwärtige Fußballsport geprägt ist, noch nicht die Rede war.

 

Fußball anno 2013 - alle(s) auf den Scheiterhaufen ! ( Pokalspiel SV Sandhausen - 1. FC Nürnberg, 4. August 2013 )
Fußball anno 2013 - alle(s) auf den Scheiterhaufen ! ( Pokalspiel SV Sandhausen - 1. FC Nürnberg, 4. August 2013 )

 

Unsere historischen Streifzüge sind keineswegs einseitig gedacht. So ist es unser Anliegen, neben dem "bürgerlichen" Sport auch der einstigen Arbeitersportbewegung oder den konfessionellen Sportverbänden Geltung zu verschaffen. Diese standen lange Zeit in Konkurrenz zum "bürgerlichen" Lager, spielten eine eigene Verbandsrunde bis hin zur Deutschen Meisterschaft und unterhielten auch zu den jeweiligen Verbänden im Ausland regen Kontakt. So trug die Bundesauswahl der Arbeitersportler erstmals im Jahr 1924 ein Länderspiel ( gegen Frankreich ) aus, und auch viele der dem Arbeiter - Turn- und Sportbund ( ATSB ) angeschlossenen Vereine traten international in Erscheinung. Gleiches trifft auf die im Jahre 1920 in Würzburg gegründete Deutsche Jugend-Kraft ( DJK ) zu. Dieser konfessionell ausgerichtete, der katholischen Glaubenslehre zugewandte, Verband machte sich das zu Beginn der 20-er Jahre zu beobachtende zunehmende Interesse am Sport im Allgemeinen und am Fußball im Besonderen zu Eigen, indem man die Jugend dazu anhielt oder anzuhalten versuchte, sportliche Betätigung in katholischen Vereinen zu suchen.

 

Badisches Pokalfinale 2015 - Die Spielerinnen des Karlsruher SC mit den beiden Pokalen ( links: Wanderpokal; rechts der Pokal, der beim Verein verbleibt )
Badisches Pokalfinale 2015 - Die Spielerinnen des Karlsruher SC mit den beiden Pokalen ( links: Wanderpokal; rechts der Pokal, der beim Verein verbleibt )

Des Weiteren richten wir den "Blick zurück" auch auf die Spiele der Frauen und der Jugend. Oder versuchen des zumindest. Zwischen 1955 und 1970 war der Frauenfußball innerhalb des DFB´s nicht existent weil verboten, erst danach nahm dieser Fahrt auf. Das erste offizielle DFB-Länderspiel der Frauen fand 1982 statt, 1989 gewann die deutsche Mannschaft erstmals die Europameisterschaft, und den ersten WM-Titel errang man 14 Jahre später durch ein "golden goal" von Nia Künzer. Darüber in Vergessenheit geraten ist der Frauenfußball auf regionaler und lokaler Ebene. Weder die Frauen-WM 2011 im eigenen Land noch der Gewinn des EM-Titels im Jahre 2013 konnten entscheidend dazu beitragen, die Popularität dieser Sportart zu steigern. Was angesichts der Dominanz des Männerfußballs nicht verwunderlich ist, die wohl auf unabsehbare Zeit nicht zu durchbrechen sein dürfte.


Festschrift des SC Freiburg zum 25-jährigen Vereinsjubiläum ( 1929 )
Festschrift des SC Freiburg zum 25-jährigen Vereinsjubiläum ( 1929 )

Wir beschäftigen uns nicht nur mit der Historie der Vereine selbst sondern auch damit, was die Vereine heute daraus machen. Wenn sie etwas machen. Machen setzt nämlich die Kompetenz zum Machen voraus und daran fehlt es oft. Nicht nur in Vereinen sondern auch bei Verbänden. Man schaue nur mal in das Buch "100 Jahre Süddeutscher Fußball-Verband" hinein. Wir werden uns also gestatten, die uns vorliegenden Jubiläumsfestschriften der Vereine zu bewerten. Nicht, um einen Verein bloß zu stellen - die "guten" kommen ohnehin ins Kröpfchen - sondern um aufzuzeigen, woran es bei den meisten mangelt ... und, wie man es in Zukunft besser machen könnte.

Dann schauen wir natürlich auch auf die Homepages der Vereine. Und erlauben uns, auch hierzu unseren Senf zu geben. Ohne daß wir unser Werturteil als das allein seligmachende begreifen möchten.

Da wir aus eigener Erfahrung wissen, daß es manchmal recht schwierig ist, Informationen über so Vieles zu bekommen, was sich abseits des heutigen Fußball-Klamauks abspielt, soll auch der Versuch gemacht werden, Informationen über folgende Fragen zu bündeln:

1. Welche Fußball-Sammelbörsen finden wann und wo statt ?

2. Welche Sammelgebiete gibt es und ggf. welche passenden Interessenvereinigungen ?

3. Welche regionalen Fußballzeitschriften gibt es ? ( periodisch erscheinende Organe wie auch Saisonbeilagen von Tageszeitungen o. Ä. )

Ein besonderes Anliegen ist uns ferner, Dokumentationen die mit dem süddeutschen Fußballsport unmittelbar oder mittelbar in Zusammenhang stehen ( Diplomarbeiten an Universitäten oder Fachhochschulen oder Publikationen anderer Institutionen ) möglichst umfassend zu sammeln oder gar Anregungen hierzu zu geben. Der süddeutsche Fußballsport hält eine Vielzahl von Themen bereit, über die es sich lohnen würde, etwas zu publizieren, was über den Umfang eines normalen Zeitschriftenartikels hinausreicht. Anfragen von (Hoch-)Schulen, Verbänden, Vereinen oder anderer Institutionen wie auch solchen von Privatpersonen sehen wir gern entgegen.

Generell stehen wir jeder Anregung oder jedem gutgemeinten Hinweis aufgeschlossen gegenüber. Gerne greifen wir auch Vorschläge für unsere Rubrik "Historisches" auf.

 

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